SURA Folge 32 - Lashon Hara
Shownotes
In dieser Folge erfährst du:
- was Lashon Hara bedeutet und warum diese alte Lehre bis heute relevant ist
- Warum wurde mehr sind als nur Schall und Bedeutung
- Welche Auswirkungen, Klatsch, Gerüchte und Verurteilung auf unser Leben haben können
- Die spirituelle und energetische Dimension unserer Sprache
- Drei einfache Fragen, die helfen können, bewusster zu kommunizieren
- Wie wir eine Sprache entwickeln, die verbindet statt trennt
Vielen Dank, dass du den schamanischen Pfad mit mir gehst. Ich freue mich auf eine Bewertung von dir. 🪶🕯️
Transkript anzeigen
00:00:17: Manche Verletzungen hinterlassen keine Narben.
00:00:21: Sie brechen keine Knochen, sie lassen kein Blut fließen und doch können sie tiefer schneiden als ein Messer.
00:00:32: Es sind die Verletzung, die durch Worte entstehen.
00:00:37: Vielleicht kennst du das?
00:00:39: Jemand spricht schlecht über dich Ein Gerücht macht die Runde.
00:00:45: Eine Bemerkung bleibt an dir hängen Und obwohl die Worte längste ausgesprochen wurden tragen sie immer noch ihre Wirkung in sich, als würde etwas an deiner Energie ziehen.
00:01:02: Als hätte jemand einen Schatten in deinem Feld gelegt.
00:01:07: Im Judentum gibt es für dieses Phänomen ein bemerkenswerten Begriff.
00:01:12: Laschon hara.
00:01:14: Wörtlich bedeutet es die böse Zunge oder schlechte Rede.
00:01:21: doch laschon Harab beschreibt nicht einfach nur Lügen und Verleumdung dass erstaunliche daran ist.
00:01:29: Selbst wahre Aussagen können lasch und hara sein, wenn sie unnötig verletzen Wenn Sie den Ruf eines anderen Menschen schädigen, wenn Sie aus Urteil Ärger, Neid oder Groll gesprochen werden.
00:01:49: Schon vor tausenden von Jahren erkannten Menschen etwas das wir heute oft vergessen haben Worte besitzen Macht Sie schaffen Wirklichkeit und aus schamanischer Sicht würde ich sogar noch weitergehen.
00:02:08: Worte sind Energie, jeder Gedanke trägt eine Schwingung jedes ausgesprochene Wort trägt einer Absicht und jede Absicht hinterlässt Spuren in den unsichtbaren Feldern zwischen den Menschen.
00:02:29: wenn wir schlecht über jemanden sprechen geschieht etwas merkwürdiges.
00:02:37: Wir glauben oft, wir würden Energie von uns weggeben.
00:02:42: Doch in Wahrheit binden wir uns an genau das, worüber wir sprechen.
00:02:49: Jedes Urteil erschafft einen Faden.
00:02:53: Jede Verurteilung erschafft eine Bindung.
00:02:58: Jeder Groll ein energetisches Band.
00:03:02: Die Seele kennt keine Distanz Sie kennt nur Resonanz.
00:03:09: Deshalb beobachten viele Schamanen seit jeher etwas Faszinierendes.
00:03:16: Menschen, die ständig über andere urteilen, tragen oft genau die Energie in sich, die sie kritisieren.
00:03:26: Wer ständig Über Lügen spricht, lebt in Misstrauen!
00:03:32: Wer stendig über die Fehler anderer spricht, verliert den Blick für die eigenen.
00:03:40: Wer Ständig über Bosheit spricht beginnt selbst bitter zu werden Nicht weil das Universum straft, sondern weil Aufmerksamkeit Energie nähert.
00:03:57: Doch was geschieht eigentlich mit dem Menschen der schlecht über andere spricht?
00:04:04: Aus schamanischer Sicht ist die Frage oft wichtiger als die Frage nach demjenigen, über den gesprochen wird Denn jedes Wort verlässt nicht nur unseren Mund Es durchquert zuerst unser eigenes Energiefeld.
00:04:23: Bevor ein Fall sein Ziel erreicht, hat er bereits den Bogen verlassen und bevor ein verletzendes Wort einen anderen Menschen erreicht.
00:04:37: Hat es bereits den Sprecher geprägt?
00:04:42: Viele Menschen glauben dass sie beim Lästern Druck abbauen – doch häufig geschieht das Gegenteil!
00:04:51: Der Geist beschäftigt sich immer stärker mit den Fehlern anderer.
00:04:56: Die Aufmerksamkeit richtet sich immer wieder auf Negativität und mit der Zeit wird diese Negativitet zu einem vertrauten Aufenthalt zur Otter Seele.
00:05:11: Verständlich Urteilt findet immer neue Gründe zum Urteilen, verständig kritisiert entdeckt überall neue Fehler.
00:05:22: Verständig über Dunkelheit spricht beginnt die Welt durch die Augen der Dunkelheiz zu betrachten.
00:05:31: Aus energetischer Sicht nähren wir das, worauf wir unsere Aufmerksamkeit richten.
00:05:38: Jede Gedanke ist Nahrung, jedes Wort ist Narrung, jede Wiederholung verstärkt das Feld.
00:05:48: Deshalb erschafft ständiges Lästern oft eine Schwere im eigenen Leben.
00:05:56: Misstrauen wächst, Verbitterungen wächst.
00:06:01: innere Unruhe wächst Nicht weil das Universum bestraft, sondern weil wir beginnen die Energie zu verkörpern.
00:06:12: Die wir fortwährend aussenden.
00:06:16: Der alte schamanische Grundsatz lautet Worauf du deine Aufmerksamkeit richtest?
00:06:23: Das wächst und deshalb ist die eigentliche Frage nicht Was bewirken meine Worte bei anderen Sondern zu welchen Menschen machen mich meine Wurte?
00:06:40: Dorthin wo deine Aufmerksamkeit fließt, Fließt auch deine Lebenskraft.
00:06:47: Vielleicht fragst du dich nun Warum reden Menschen überhaupt schlecht über andere?
00:06:55: Der Antwort liegt oft tiefer als bloßer Klatsch.
00:06:59: Manchmal ist es Neid, manchmal Unsicherheit Manchmal der Wunsch sich größer zu fühlen indem man Andere kleiner macht.
00:07:11: Manchmal is' es Schmerz Ein ungelöster Schatten der nach außen projiziert wird, denn jeder Mensch trägt einen Schatten in sich.
00:07:23: Jene Anteile die wir nicht sehen wollen, jene Eigenschaften die wir verdrängen und oft erkennen wir diese Schatten zuerst den anderen was uns am stärksten triggert ist häufig etwas das in uns selbst Heilung sucht.
00:07:45: Der Schamane fragt deshalb nicht warum is dieser Mensch so?
00:07:52: sondern warum bewegt mich das so sehr?
00:07:55: Das ist ein großer Unterschied, denn der Weg führt zum Urteil.
00:08:02: Der zweite Weg führt zu Selbsterkennung.
00:08:07: Vielleicht ist genau das die tiefste Lehre hinter Laschonara nicht nur achtsam mit unseren Worten zu sein, sondern achtsamt mit unserer Aufmerksamkeit Denn Worte sind mehr als Schall.
00:08:25: Sie sind Träger von Energie.
00:08:28: Sie können Flüche sein oder Segnungen, sie können trennen oder verbinden.
00:08:38: Sie könnten Wunden vertiefen oder Heilung ermöglichen.
00:08:46: Bevor du das nächste Mal über jemandem sprichst, halte einen Moment inner.
00:08:54: Frage dich!
00:08:55: Dient das was ich sagen möchte der Wahrheit?
00:09:00: Dient es die Mitgefühl?
00:09:03: dient es der Heilung oder nährt es lediglich einen Schatten in mir.
00:09:11: Die Welt braucht nicht mehr Urteile, sie braucht mehr Bewusstsein, mehr Verständnis, mehr Mitgefühl.
00:09:23: und vielleicht beginnt all das mit einem einzigen Wort oder mit dem Mut ein Wort unausgesprochen zu lassen?
00:09:34: Und vielleicht ist jetzt der richtige Moment etwas Persönliches mit dir zu teilen!
00:09:41: Ich habe mich mit dem Thema Laschunhara selbst erst vor relativ kurzer Zeit intensiv beschäftigt.
00:09:48: Dabei musste ich erkennen, dass ich keineswegs außerhalb dieses Themas stehe.
00:09:54: Wenn ich ehrlich bin, wurde ich in meinem Leben so oft verletzt, oft enttäuscht von Menschen denen ich vertraut habe, von Menschen die ich geliebt habe, Und wie viele andere Menschen auch, habe ich meinen Schmerz manchmal ausgesprochen.
00:10:17: Ich habe meinem Ärger Luft gemacht!
00:10:19: Ich habe mich beschwert!
00:10:21: Ich hab über den Menschen gesprochen die mich verletzt haben.
00:10:26: Vielleicht kennst du das?
00:10:28: Man sitzt mit einem Freund zusammen.
00:10:31: Man erzählt von einer Enttäuschung... ...von einer Verletzung.
00:10:36: und ehe man sich versieht spricht man nicht mehr über den eigenen Schmerzen.
00:10:42: Man spricht über die andere Person, man beginnt zu urteilen.
00:10:49: Zu bewerten vielleicht sogar abzuwerten.
00:10:55: und irgendwann habe ich mich gefragt was passiert da eigentlich gerade?
00:11:02: Nicht mit dem anderen!
00:11:05: Mit mir denn plötzlich wurde mehr etwas bewusst.
00:11:13: jedes mal wenn ich mich stundenlang mit dem verhalten eines menschen beschäftigte der mich verletzt hatte band ich meine Energie noch stärker an genau diese Erfahrung.
00:11:25: Ich glaubte, loszulassen doch in Wahrheit hielt ich fest!
00:11:32: Ich glaubtete die Geschichte zu erzählen.
00:11:36: Doch die Geschichte erzählte weiterhin mich.
00:11:41: und noch etwas wurde mir bewusst Wenn Gemeinschaften zerbrechen dann geschieht das selten durch einen einzigen großen Konflikt.
00:11:53: Meist beginnt es viel früher Mit Gesprächen hinter dem Rücken anderer, mit kleinen Urteilen.
00:12:03: Mit Gerüchten!
00:12:05: Mit ungeprüften Geschichten!
00:12:09: Mit Worten die niemals für die Ohren desjenigen bestimmt waren über den gesprochen wurde.
00:12:17: Wir alle sehen uns nach Gemeinschaft Nach Stamm!
00:12:22: Nach Zugehörigkeit!
00:12:25: Nach dem Gefühl wieder Teil eines Kreises zu sein.
00:12:30: Doch wie sollen Kreise bestehen bleiben?
00:12:33: wenn wir beginnen, übereinander statt miteinander zu sprechen.
00:12:39: Wie sollen Gemeinschaften heilen, wenn wir die Energie des Urteils nähern?
00:12:47: Heute glaube ich das Laschon-Hara weiten mehr ist als eine moralische Regel.
00:12:55: Es ist eine Einladung Eine Einladungen Verantwortung für die Energie zu übernehmen, die wir in die Welt senden und ich sage das nicht als jemand, der es perfekt beherrscht.
00:13:13: Auch heute werde ich manchmal wütend!
00:13:16: Auch heute gibt es Menschen die mich verletzen.
00:13:19: auch heute spüre ich manchmal den Impuls meinen Frust auszusprechen.
00:13:25: doch inzwischen versuche ich mich zu fragen dient das gerade meiner Heilung oder hält es meine Wunde offen?
00:13:37: denn wenn ich weitergehen möchte...wenn ich wachsen möchte Wenn ich inneren Frieden möchte, dann muss irgendwann der Moment kommen an dem ich aufhöre meiner Energie an die Geschichte der Vergangenheit zu verschenken.
00:13:58: Nicht für die anderen!
00:14:01: Für mich!
00:14:03: Für meine Seele!
00:14:07: Für den Weg, den ich noch vor mir habe.
00:14:12: Vielleicht liegt genau hier die Medizin von Laschon Hara nicht im Schweigen aus Angst nicht darin, die eigenen Gedanken zu unterdrücken.
00:14:27: Nicht darin so zu tun als gäbe es keinen Schmerz keine Enttäuschung und keine Konflikte!
00:14:37: Die Medizin liegt im Bewussten sprechen, im Sprechen aus Verantwortung, im Sprächen aus Bewusstheit – denn Worte sind Werkzeuge.
00:14:53: mit ihnen können wir Brücken bauen oder Mauern errichten Wir können Wunden vertiefen oder Heilung ermöglichen.
00:15:11: Ich möchte nochmal genauer auf die drei Fragen, die man sich stellen sollte eingehen.
00:15:17: Die erste lautet ist es wahr Weiß ich wirklich dass das was ich aussprechen möchte der Wahrheit entspricht.
00:15:28: Oder spreche ich über Vermutungen Über Hörensagen Über meine Interpretation einer Situation?
00:15:38: wie oft erzählen Menschen Geschichten ohne das ganze Bild zu kennen.
00:15:43: Wie oft urteilen wir über einen einzigen Augenblick im Leben eines anderen Menschen?
00:15:51: Die Wahrheit ist oft größer als wir glauben und manchmal besteht Weisheit darin, zu erkennen dass wir sie nicht vollständig kennen.
00:16:03: die zweite Frage lautet Ist es notwendig?
00:16:08: muss das wirklich ausgesprochen werden?
00:16:12: dient dieses Wort einem höheren Zweck.
00:16:15: Hilft es jemandem?
00:16:17: Bringt es Klarheit oder nährt es lediglich einen Moment der Aufregung?
00:16:26: Nicht jeder Gedanke möchte ausgesprochen werden, nicht jede Meinung möchte geteilt werden.
00:16:36: Manche Wort dürfen wie Blätter im Wind vorbeiziehen ohne dass wir ihnen eine Stimme geben.
00:16:44: und schließlich die dritte Frage ist es heilsam?
00:16:51: Bringt das, was ich sagen möchte mehr Licht in die Welt.
00:16:56: Mehr Verständnis.
00:16:58: Mehr Mitgefühl.
00:17:00: Mehr Wahrheit?
00:17:03: oder hinterlässt es eine Spur der Trennung?
00:17:06: Eine Spur des Schwere?
00:17:09: Eine spur des Schmerzes?
00:17:13: Vielleicht würden viele Gespräche anders verlaufen wenn wir vor jedem Wort einen Augenblick innehielten.
00:17:22: vielleicht würden viele Konflikte niemals entstehen.
00:17:27: Vielleicht würden wir beginnen, unsere Worte wieder als das zu sehen.
00:17:32: Was sie einst waren.
00:17:35: Medizin!
00:17:39: Denn Worte können Medizinen sein.
00:17:43: Ein Satz kann Hoffnung schenken.
00:17:46: Ein Satz kann Trost schencken.
00:17:49: Ein Setz kann einen Menschen daran erinnern wer er wirklich ist.
00:17:56: und vielleicht ist genau dass die Einladung dieser Folge nicht perfekt zu werden nicht jeden Gedanken kontrollieren zu müssen, sondern bewusster zu werden.
00:18:11: Achtzamer!
00:18:14: Wacher!
00:18:16: Denn jede Veränderung beginnt mit einem einzigen Moment des Erkennens und vielleicht ist dieser Moment genau jetzt.
00:18:29: Bevor wir uns für heute verabschieden möchte ich dich noch zu einem kleinen Moment der Stille einladen.
00:18:38: Atme einmal tief ein Und langsam wieder aus.
00:18:50: Spüre den Boden unter dir, spüre deinen Körper, spür den Rhythmus deines Atems und erinnere dich daran das Worte Machtbesitzen.
00:19:16: Möge deine Zunge Worte hervorbringen die Heilen statt verletzten.
00:19:22: Möhre dein Herz offen bleiben auch wenn es verletzt wurde.
00:19:29: Mögest du den Mut finden?
00:19:30: die Wahrheit zu sprechen, ohne zu verurteilen.
00:19:39: Möges du lernen, zuzuhören bevor du urteilst?
00:19:45: Mögest du erkennen das Schweigen Weisheit ist und wann Worte Medizin werden dürfen?
00:19:54: Mögen deine Gedanken klar sein?
00:19:59: Møgen deine Worte bewusst sein?
00:20:03: Mügen deine Beziehungen von Aufrichtigkeit getragen werden?
00:20:09: Und mögen die Fäden die Du mit Deinen Worten in die Welt webst, Fäden des Mitgefühls der Wahrheit und der Heilung sein.
00:20:21: Gehe erachtsam durch diese Welt denn jede Begegnung ist heilig jedes Wort hinterlässt eine Spur und jede Seele der Du begegnest trägt einen Kampf in sich den Du vielleicht niemals sehen wirst.
00:20:40: Seid deshalb freundlich sei bewusst Sei wahrhaftig und wenn du einmal fällst, Wenn Du urteilst oder verletzt wirst Deine.
00:20:55: Erinnere Dich daran.
00:20:57: Der Weg beginnt immer wieder neu Mit dem nächsten Atemzug, mit den nächsten Gedanken, mit dem nächsten Wort sei gesegnet Und möge dein Weg von Klarheit mit Gefühl und inneren Frieden begleitet werden.
00:21:21: Gehebehüte zwischen den Welten.
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