SURA Folge 43 - Du kannst nicht alleine heilen

Shownotes

Im schamanischen Verständnis geschieht Heilung nicht allein, sondern getragen von Gemeinschaft, Ahnen und geistiger Welt. In dieser Folge Sprech ich darüber, warum wir einander brauchen - und weshalb bei einer Seelenrückholung an vertrauter Menschen unserer Seite so wertvoll sein kann.

Transkript anzeigen

00:00:17: Stell dir für einen Augenblick an Feuer vor.

00:00:22: Nicht das Feuer in einem Kamin, von dem nur ein einzelner Mensch sitzt.

00:00:28: Ich meine ein altes Feuer Eines um dass Menschen zusammenkommen.

00:00:34: Manche reden, manches schweigen.

00:00:39: Ein Kind ist vielleicht schon eingeschlafen Jemand legt Holz nach Eine andere Frau beginnt eine Geschichte zu erzählen Und niemand muss erklären, warum er da ist.

00:00:56: Es reicht, dass er da isst!

00:01:01: Genau danach sehen sich heute so viele Menschen ohne es wirklich benennen zu können – nach einem Ort an dem man nicht richtig ständig beweisen mußt das man dazugehört.

00:01:15: Wo das eigene Fehlen bemerkt würde und irgendjemand fragt «Wo warst du eigentlich?

00:01:21: Wir haben dich vermisst.».

00:01:24: Wir leben in einer Zeit, in der wir beinahe jeden Menschen innerhalb weniger Sekunden erreichen können.

00:01:30: Und trotzdem gibt es so viele die niemanden haben den sie wirklich anrufen würden wenn es ihnen nachts schlecht geht.

00:01:39: Wir sehen täglich Gesichter, wir lesen Meinungen verfolgen das Leben anderer schicken Herzen Bilder und kurze Nachrichten.

00:01:49: aber gesehen zu werden ist etwas anderes, als sichtbar zu sein.

00:01:57: Sichtbar sind heute viele Menschen.

00:02:00: Wirklich gesehen fühlen sich nur weniger!

00:02:05: In dieser Folge möchte ich deshalb über Gemeinschaft sprechen – nicht nur über schamanische Gemeinsschaft, nicht nur für spirituelle Kreise sondern über die tiefe menschliche Notwendigkeit irgendwo dazugehören.

00:02:25: Das kann eine Kirche sein eine Moschee oder eine Synagoge.

00:02:30: Es kann ein Sportverein sein, einen Chor, eine Wandergruppe die freiwillige Feuerwehr Ein Gärtnerverein, ein Lesekreis Oder eine Gruppe von Menschen, die sich einfach regelmäßig trifft um gemeinsam etwas zu tun.

00:02:49: es geht nicht darum dass alle das selbe glauben.

00:02:53: es geht darum dass wir aufhören alles alleine tragen zu wollen.

00:03:01: Der Mensch hat den größten Teil seiner Geschichte nicht alleine gelebt.

00:03:06: Er war eingebettet in Familien, Sippen, Dörfer, Glaubensgemeinschaften und festen Kreisen.

00:03:15: Das war nicht immer friedlich und sicherlich nicht immer gerecht.

00:03:20: Gemeinschaft darf nicht romantisiert werden aber sie erfüllte etwas das uns heute fehlt.

00:03:26: Sie gab dem Leben einen Zusammenhang.

00:03:31: Wenn ein Kind geboren wurde, wusste die Gemeinschaft davon.

00:03:35: Wenn jemand krank war, blieb es nicht unsichtbar!

00:03:40: Wenn ein Mensch starb, trug nicht nur eine einzelne Person die Trauer.

00:03:46: Es gab Hände, die es essen brachten – Menschen, die wachten, Menschen, Die beteten, Menschen die einfach im Raum bleiben, wenn Worte nichts mehr ausrichten konnten.

00:03:59: Heute sehe ich das nicht

00:04:00: mehr.".

00:04:03: Viele von uns leben, als müssten sie ein vollständiges kleines Dorf in eine einzige Person sein.

00:04:11: Wir sollten uns selbst beruhigen, selbst motivieren, selbst heilen, selbst beschäftigen und am besten auch noch alleine herausfinden wer wir sind – und vorhin wir gehören!

00:04:25: Wenn wir überfordert sind, glauben wir schnell mit uns stimme etwas nicht.

00:04:31: Aber vielleicht ist nicht immer der einzelne Mensch das Problem?

00:04:38: Manches leidet es womöglich auch die natürliche Antwort auf ein Leben, in dem zu viele tragende Verbindungen fehlen.

00:04:47: Kein Mensch sollte gleichzeitig sein eigener Ratgeber, Zeuge tröster, Beschützer und seine ganze Familie sein müssen!

00:04:57: Manche Lasten werden nicht leichter weil wir stärker werden – sie werden leichter, weil jemand eine Seite davon mit anfasst….

00:05:11: Einsamkeit bedeutet nicht immer allein in einer Wohnung zu sitzen.

00:05:17: Man kann verheiratet sein und einsam, man kann jeden Tag Kollegen sehen und einsamt sein – man kann tausend Follower haben und das Gefühl dass niemand die eigene innere Welt kennt!

00:05:35: Die tiefste Einsamheit entsteht dort wo wir zwar von Menschen umgeben sind aber mit nichts echte mehr auftauchen dürfen.

00:05:46: Wenn wir nur willkommen sind, solange wir funktionieren.

00:05:50: Solange wir freundlich bleiben.

00:05:53: Solang wir niemandem zur Last fallen.

00:05:56: Solangen wir unsere Zweifel, unsere Trauer oder unserer Erschöpfung gut genug verbergen.

00:06:03: Dann sind wir nicht wirklich verbunden!

00:06:07: Dann spielen wir nur eine Rolle in der Nähe anderer Menschen und irgendwann vergessen wir vielleicht sogar was unter dieser Rolle liegt... Gemeinschaft beginnt deshalb nicht schon dort, wo mehrere Menschen im selben Raum sitzen.

00:06:26: Sondern wo ein Stück Wahrheit erscheinen darf!

00:06:31: Wo ich sagen kann – mir geht es heute nicht gut?

00:06:35: Ohne sofort eine Lösung liefern zu müssen oder eine großartige

00:06:38: Erklärung?!

00:06:41: Wo jemand sich ehrlich für meine Freude mit freut ohne sie kleinerzumachen?

00:06:48: Wo ich nicht nur dann angerufen werde wenn etwas von mir gebraucht wird….

00:06:54: und wo auch ich bereit bin, anderen nicht nur ihren schönen Leichtmomenten auszuhalten.

00:07:04: In vielen shamanisch geprägten Kulturen war Heilung nicht nur die private Angelegenheit eines Einzelnen – wenn ein Mensch aus dem Gleichgewicht gerät, schaute man sich ausschließlich auf ihn!

00:07:20: Man fragte auch wie steht er zu seiner Familie?

00:07:24: Zu seinen Ahnen?

00:07:26: Zu seinem

00:07:26: Land?!

00:07:28: zu den Menschen um ihn herum.

00:07:32: Wo ist eine Verbindung abgerissen?

00:07:35: Wo ist jemand aus dem Kreis gefallen, denn ein Mensch existiert nicht losgelöst von allem anderen – wir sind Beziehung!

00:07:50: Wir sind die Geschichten, die uns erzählt wurden, die Hände, die sie uns gehalten haben, die Menschen, die etwas zugetraut haben aber auch die Verluste, Brüche und Sätze die in unserer Familie nie ausgesprochen werden durften.

00:08:09: Aus schamanischer Sicht kann Krankheit oder seelisches Leiden natürlich niemals auf eine einzige Ursache reduziert werden und spirituelle Arbeit ersetzt keine medizinische oder therapeutische Hilfe, aber sie erinnert uns an etwas das die moderne Welt leicht vergisst Heilung geschieht nicht nur in uns Sie geschieht auch zwischen uns.

00:08:39: Manchmal kehrt ein verlorener Teil eines Menschen nicht einfach deshalb zurück, weil er gerufen wurde.

00:08:46: Er braucht doch einen Ort an dem er bleiben kann.

00:08:51: Was nützt es wenn jemand in einer tieferen Sitzung neue Kraft findet?

00:08:57: Danach aber in sein Leben zurückkehrt indem niemand diese Veränderungen sieht schützt oder mitträgt.

00:09:06: Genau deshalb schlage ich meinen Klienten bei einer Seelenrückholung vor, eine Begleitperson mitzubringen die ihn sehr ans Herz gewachsen ist.

00:09:15: Nicht irgendein Menschen sondern jemandem, bei dem sie oder er sich sicher fühlt angekommen und auch die verletzliche Seite sich aufgehoben fühlt.

00:09:31: Diese Person ist nicht dabei um die Sitzung zu kontrollieren oder jedes innere Bild verstehen zu müssen.

00:09:38: Ihre Aufgabe ist viel einfacher und zugleich sehr kraftvoll.

00:09:44: Sie ist da!

00:09:45: Sie wird zum ersten menschlichen Gegenüber dessen, was von diesem Seelenanteil zurückkehrt.

00:09:53: Denn ein zurückgerufener Seelenteil braucht nicht nur einen Platz im Inneren des Menschen – er braucht auch eine Beziehung in dem er willkommen ist.

00:10:05: Ein vertrauten Blick der sagt ich sehe dich Ich erkenne, dass etwas in dir zurückgekehrt ist.

00:10:13: Und du musst diese Veränderung nicht alleine tragen!

00:10:19: Nach einer Seelenrückholung kann ein Mensch sehr offen und berührt sein.

00:10:24: Wenn dann jemand an seiner Seite bleibt der ihn vom Herzen liebt muss er nicht unmittelbar wieder so tun als wäre nichts geschehen.

00:10:35: Die Begleitperson kann zuhören näher schenken und den auch in den Tagen danach daran erinnern behutsam mit dem zurückgekehrten Teil umzugehen.

00:10:49: Sie übernimmt dabei nicht die Rolle des Heilers, sie hält etwas ebenso wichtiges – Die Verbindung zum menschlichen Leben.

00:11:00: Für mich schließt sich darin ein Kreis.

00:11:05: was in der geistigen Welt zurückgeholt wurde soll auch in der menschliche Gemeinschaft empfangen werden.

00:11:13: Früher wartete nach einer Heilung oft eine ganze Gemeinsschaft darauf den Menschen wieder aufzunehmen.

00:11:21: Heute kann bereits dieser eine geliebte Mensch der Anfang eines solchen Kreises sein.

00:11:28: Wir brauchen nicht immer noch eine weitere Methode, um uns selbst zu optimieren.

00:11:34: Manchmal brauchen wir einfach jemanden, der nach einer schwerer Nacht am nächsten Morgen auch da ist!

00:11:46: Für mich besitzt jede echte Gemeinschaft ein unsichtbares Feuer.

00:11:51: Dieses Feuer entsteht nicht durch einen gemeinsamen Namen oder Gebäude oder durch ein Symbol.

00:11:58: Es entsteht aus Aufmerksamkeit, Ausverlässlichkeit.

00:12:02: Aus den kleinen Wiederholungen durch die Vertrauen wachsen kann.

00:12:09: Jemand erinnert sich an deinem Namen!

00:12:12: Jemand stellt einen Stuhl für dich dazu.

00:12:15: Jemen merkt dass du stiller bist als sonst.

00:12:20: Das klingt unspektakulär und gerade darin liegt seine Kraft.

00:12:25: Denn nicht alles was heilig ist erscheint in einem großen Ritual.

00:12:31: Manches Heilige trägt eine Kaffekanne.

00:12:34: Es deckt einen Tisch, es währt einen älteren Menschen zum Arzt.

00:12:40: Es bringt Suppe vorbei oder baut nach einem festigen Stühle mit ab.

00:12:46: Das Heilige zeigt sich nicht nur in außergewöhnlichen Erfahrungen.

00:12:52: Manchmal zeigt es sich darin dass Menschen einander nicht vergessen.

00:12:58: Wenn wir gemeinsam singen beten kochen arbeiten schweigen oder lachen entsteht etwas, das keiner von uns allein herstellen könnte.

00:13:11: Ein Raum!

00:13:12: Der größer ist als die Summe der Menschen, die ihn bilden.

00:13:17: Manche nennen diesen Raum den Geist der Gemeinschaft.

00:13:22: Andere nennen ihn Zägen, Verbundenheit, Liebe, Zusammenhalt oder einfach Heimat.

00:13:32: Der Name ist nicht das Wichtigste.

00:13:34: Wichtig ist, dass wir spüren.

00:13:36: Ich bin nicht allein auf dieser Erde!

00:13:40: Mein Leben berührt alle anderen Leben und auch ich kann für jemanden ein Teil dieses tragenden Kreises sein.

00:13:50: Warum ist Gemeinschaft gerade jetzt so wichtig?

00:13:57: Weil wir in einer Zeit leben die uns ständig voneinander trennt obwohl sie uns Verbindung verspricht.

00:14:04: Wir werden aufgefordert, uns zu positionieren einzuordnen und voneinander abzugrenzen.

00:14:11: Fast jede Frage kann zu einem Lager werden!

00:14:15: Menschen werden schnell nicht mehr als ganzes Wesen gesehen sondern als Meinung, Religion, Herkunft, politische Haltung oder Lebensentscheidung.

00:14:27: doch eine Gemeinschaft die nur dann trägt wenn alle vollkommen gleichdenken ist keine lebendige Gemeinschaft.

00:14:36: Sie ist eine Echo-Kammer.

00:14:40: Echte Gemeinschaft hält Unterschiede aus, nicht jede Grenze muss dabei aufgegeben werden und nicht jeder Ansicht ist harmlos.

00:14:52: aber wir sollten wieder lernen einander als Menschen zu begegnen bevor wir uns auf ein einziges Merkmal reduzieren.

00:15:00: gerade jetzt brauchen wir Orte an denen nicht jede Begegnung zu einer Debatte wird orte an den wir gemeinsam etwas reales tun Ein Fest vorbereiten, ein Raum dekorieren.

00:15:18: Ein Garten pflegen, Essen verteilen für jemandem beten.

00:15:26: Ein Kind auffangen, einander zuhören Denn mit Menschen etwas gemeinsam tun.

00:15:33: Erinnern Sie sich daran dass sie einander brauchen Und diese Erinnerung ist kostbar in einer Zeit In der uns so oft vermittelt wird wir müssten niemanden brauchen.

00:15:46: Bedürftig zu sein gilt bei nahe als Schwäche.

00:15:51: Abhängigkeit klingt gefährlich und natürlich kann es auch sein, aber es gibt einen Unterschied zwischen ungesunder Abhängigkeit und menschlicher Verbundenheit.

00:16:04: Ich darf eigenständig sein und trotzdem jemanden brauchen!

00:16:09: Ich darf stark sein und mich trotzdem anlehnen!

00:16:14: ich darf meinen eigenen Weg gehen und dennoch zu einem Kreis gehören.

00:16:22: Ich musste das alles erst lernen, und ich weiß wovon ich spreche.

00:16:26: Ich bin seit zehn Jahren fast alleine erziehend.

00:16:35: Bei dem Wort Gemeinschaft denken manche sofort an Anpassung – an Gruppen in denen man sich selbst verlieren muss, an religiöse Orte, an denen Angst gemacht wurde, an Familien, in denen schweigen wichtiger war als die Wahrheit, an spirituelle Kreise, in den Kritik nicht erlaubt oder an Vereinen, denen man auch nach Jahren noch das Gefühl hatte nicht wirklich dazuzugehören.

00:17:05: Diese Erfahrungen sind real!

00:17:07: Nicht jede Gemeinschaft ist heilsam – ein Kreis ist nicht automatisch sicher nur weil Menschen darin von Liebe sprechen.

00:17:18: Ein religiöser Ort ist auch nicht gleich heilig, nur weil dort gebetet wird und eine spirituelle Gruppe ist nicht automatically bewusst, Gesunde Gemeinschaft verlangt nicht, dass du deine Wahrnehmung abgibst.

00:17:37: Sie macht dich nicht klein um den Zusammenhalt zu wahren.

00:17:42: Sie bestraft dich nicht dafür das du Grenzen setzt.

00:17:46: Sie braucht keinen gemeinsamen Feind und sich verbunden zu fühlen.

00:17:51: Eine gute Gemeinsicht lässt Luft zwischen den Menschen.

00:17:55: Sie bindet ohne zu fesseln.

00:17:58: Sie schützt ohne zu besitzen!

00:18:02: Sie darf dich verändern, aber sie sollte dich nicht auslöschen.

00:18:08: Wenn du früher in einer Gemeinschaft verletzt von bist, bedeutet das deshalb nicht dass du für immer alleine bleiben musst.

00:18:15: Aber du darfst langsam sein!

00:18:18: Du darfst prüfen... ...du darfst beobachten wie Menschen dort mit Schwäche Widerspruch und Grenzen umgehen.

00:18:27: Vertrauen muss nicht in einem einzigen mutigen Sprung entstehen.

00:18:33: Es darf in vielen kleinen, sicheren Begegnungen wachsen.

00:18:40: Manchmal suchen Menschen nach ihrer Gemeinschaft als müsse sie sofort wie ein vollkommenes Zuhause wirken – doch Zugehörigkeit beginnt oft viel unscheinbarer!

00:18:53: Vielleicht sitzt du anfangs nur in der letzten Reihe einer Kirche und gehst direkt nach dem Gottesdienst wieder oder du besuchst eine Moschee- oder Synagoge und kennst zunächst niemanden?

00:19:05: Du meldest dich zu einem Kurs, an obwohl du Angst hast, unbeholfen zu wirken.

00:19:13: Oder du fragst sie selber ältere Nachbarn zum zweiten Mal, ob sie mit dir einen Kaffee trinken möchte?

00:19:21: Gemeinschaft muss nicht immer mit einer großen Bekenntnis beginnen!

00:19:26: Sie kann mit Regelmäßigkeit beginnen – Mit einem Ort, an dem du wiederkommst.

00:19:34: Mit Gesichtern die langsam vertraut werden mit der Entscheidung nach dem Treffen nicht sofort zu verschwinden, viele von uns warten darauf eingeladen zu werden.

00:19:47: Das ist verständlich!

00:19:51: Wer sich lange ausgeschlossen gefühlt hat, möchte ein deutliches Zeichen bekommen – du bist wirklich gemeint und manchmal wartet auf der anderen Seite einen Mensch, der genauso unsicher ist wie wir.

00:20:07: Manchmal ist die erste Faden von Gemeinschaft eine einfache Frage Soll ich dir helfen?

00:20:15: Ich finde das nicht übergriffig.

00:20:18: Es wird oft gesagt, jemanden einfach so Hilfe anzubieten würde übergriffisch sein aber wenn wir ehrlich sind viele trauen sich auch nicht nach Hilfe zu fragen.

00:20:34: oder frag doch einfach möchtest du dich zu uns setzen?

00:20:39: Oder auch hast Du nächste Woche wieder Zeit Wenn Du weißt welche Form von Gemeinschaft Dir fehlt?

00:20:47: Versuche nicht sofort dein ganzes Leben zu verändern.

00:20:52: Mach den Schritt klein genug, dass du ihn wirklich gehen kannst!

00:20:57: Schau nach wann das nächste Treffen stattfindet.

00:21:00: Schreib eine kurze Nachricht.

00:21:03: Bitte jemanden das nächste Mal mitzukommen oder nimm dir vorhin einen Ort nicht nur einmal sondern dreimal aufzutauchen bevor du entscheidest ob du dahin einpassen könntest.

00:21:17: Und warum drei mal?

00:21:19: weil das erste mal oft nur aus Unsicherheit besteht.

00:21:23: Beim zweiten Mal erkennen wir vielleicht schon ein Gesicht, und beim dritten Mal besteht die Chance dass jemand unseres wieder erkennt.

00:21:33: Natürlich musste nirgendwo bleiben wo du dich unwohl oder unsicher fühlst aber nicht jede anfängliche Fremdheit ist ein Zeichen das an Ort falsch ist.

00:21:46: Manchmal ist sie einfach der Raum zwischen.

00:21:48: ich kenne hier niemanden und schilderst wieder da bist.

00:21:54: Und wenn du bereits Teil der Gemeinschaft bist, dann frag dich nicht nur, was bekomme ich hier?

00:22:03: Frag dich auch, wer steht noch am Rand?

00:22:09: Bessen fehlen es lange niemandem aufgefallen.

00:22:14: Wie könnte ich heute einen Stuhl dazu stellen?

00:22:22: Gemeinsicht entsteht nicht nur dadurch dass wir aufgenommen werden.

00:22:26: Es entsteht auch in dem Moment in dem wir beginnen andere aufzunehmen.

00:22:35: Vielleicht steht in deinem inneren Kreis gerade ein Lehrerstuhl.

00:22:40: Er kann einem Menschen gehören, den du vermisst einer zerbrochenen Freundschaft oder eine Familie die nie so sicher war wie du sie gebraucht hättest.

00:22:51: Vielleicht gehört dieser Stuhl aber auch dir selbst weil du dich schon vor langer Zeit aus dem Kreis zurückgezogen hast.

00:23:01: Nicht jeder Lehrerstuhl kann wieder mit denselben Menschen besetzt werden.

00:23:06: Manche Beziehungen enden Manche Türen müssen aus gutem Grund geschlossen bleiben.

00:23:14: Aber ein leerer Stuhl muss nicht für immer bedeuten, dass dort niemand missitzen darf.

00:23:22: Manchmal halten wir einen Platz jahrelang für die Menschen frei, die uns nicht halten konnten und übersehen dabei diejenigen, die vielleicht gerne näher kommen würden.

00:23:37: Neue Gemeinschaft ersetzt nicht was verloren geht aber sie kann im Herzen zeigen das Verlust nicht das letzte Wort behalten muss.

00:23:46: Ein tragender Kreis muss dabei nicht groß sein.

00:23:49: Auch zwischen zwei Menschen kann ein kleines Feuer anstehen!

00:23:56: Ich glaube, wir stehen an einem Punkt, an dem viele Menschen spüren das der Weg des ständigen Alleinseins nicht weiterführt.

00:24:05: Wir haben gelernt unabhängig zu sein.

00:24:08: Das war für viele wichtig.

00:24:11: Manche mussten sich aus Familienbeziehungen oder Gruppen lösen um überhaupt wieder atmen zu können.

00:24:18: Doch Freiheit bedeutet nicht, dass wir für immer ohne Bindung leben müssen.

00:24:24: Nach der Befreiung kommt irgendwann eine zweite Aufgabe – nicht in die alte Fesseln zurückzukehren, sondern neue gesunde Verbindungen zu knüpfen.

00:24:38: Verbindlungen, in denen wir nicht kleiner werden.

00:24:43: Verbinderungen, in den wir geben und empfangen dürfen.

00:24:47: Die Balance muss stimmen zwischen geben und nehmen Verbindungen, die nicht vollkommen sind aber lebendig.

00:24:57: Ganz gleich welcher Ort du dafür findest.

00:25:01: Suchen nicht nur nach Menschen, die genau sind wie du.

00:25:05: Suche nach Menschen bei denen du menschlich sein darfst und wenn Du einen solchen Ort bereits hast behandle ihn nicht wie etwas Selbstverständliches.

00:25:15: Pflege ihn!

00:25:17: Geh hin!

00:25:18: Hilf mit!

00:25:19: Frag nach und hör

00:25:21: zu!".

00:25:23: Bleibt manchmal noch zehn Minuten länger.

00:25:26: Gemeinschaft lebt nicht von der Idee, dass wir zusammengehören.

00:25:31: Sie lebt davon, das wir immer wieder füreinander erscheinen!

00:25:39: Vielleicht retten wir die Welt nicht in dem wir alle dieselbe Wahrheit finden?

00:25:44: Etwas viel Grundlegenderes beginnt damit, daß wir wieder lernen uns in einen gemeinsamen Tisch zu setzen.

00:25:52: Dass wir das Feuer hüten wenn ein anderer müde ist dass wir einen Platz frei halten, ohne jemanden zu zwingen und das für die Menschen da lange allein genug unterwegs war.

00:26:06: Nicht fragen warum er so spät kommt sondern nur sagen Da bist du ja!

00:26:15: Komm setz dich zu uns.

00:26:22: Wenn diese Folge etwas in dir berührt hat Dann schick sie nicht an möglichst viele Menschen.

00:26:31: Schick sie an einen Menschen mit dem Du gern wieder mehr Verbindung hättest.

00:26:37: Das kann bereits der erste kleine Faden zurück in die Gemeinschaft sein.

00:26:43: Danke, dass du heute hier warst und bis zur nächsten Folge von Surat der Schamanische Fahrt!

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.